Bäume schützen, bevor Schäden entstehen
Bauarbeiten und bestehende Bäume geraten schnell miteinander in Konflikt.
Aushub, Bodenverdichtung, Baustellenverkehr, Leitungsbau, Materiallagerung oder Veränderungen des Geländeniveaus können den Wurzelraum eines Baumes erheblich beeinträchtigen – häufig lange bevor Schäden in der Krone sichtbar werden.
Gerade bei wertvollen oder standortprägenden Bäumen ist es deshalb sinnvoll, den Baumschutz frühzeitig in die Planung einer Baumaßnahme einzubeziehen.
Im Sachverständigenbüro von Philipp Funck begleiten wir Bauvorhaben fachlich und entwickeln Lösungen, mit denen notwendige Arbeiten und der langfristige Erhalt vorhandener Bäume möglichst miteinander vereinbart werden können.
Unser Ziel ist dabei nicht, Bauvorhaben unnötig zu erschweren.
Unser Ziel ist, frühzeitig praktikable Lösungen zu finden, bevor vermeidbare Schäden entstehen.
Bei Baumaßnahmen richtet sich der Blick häufig zuerst auf Stamm und Krone.
Für den langfristigen Erhalt eines Baumes ist jedoch der Boden mindestens ebenso wichtig.
Im Wurzelraum befinden sich die für Wasser- und Nährstoffaufnahme entscheidenden Feinwurzeln. Gleichzeitig benötigen die Wurzeln ausreichend Bodenluft und einen funktionsfähigen Bodenaufbau.
Problematisch können deshalb unter anderem sein:
Viele dieser Schäden lassen sich später nur schwer oder gar nicht vollständig rückgängig machen.
Deshalb gilt:
Baumschutz beginnt idealerweise vor dem ersten Baggerhub.
Je früher ein Baum in die Bauplanung einbezogen wird, desto größer sind in der Regel die Handlungsmöglichkeiten.
Bereits vor Beginn einer Maßnahme können wichtige Fragen geklärt werden:
Welche Bäume sollen erhalten werden?
Wo liegen empfindliche Wurzelbereiche?
Welche Arbeitsräume werden benötigt?
Wo können Maschinen fahren?
Wo dürfen Materialien gelagert werden?
Welche Schutzmaßnahmen sind notwendig?
Und wo braucht es besondere technische Lösungen?
So können Konflikte früh erkannt und Arbeitsabläufe entsprechend angepasst werden.
Das spart häufig spätere Improvisation und kann dazu beitragen, sowohl den Baum als auch den Bauablauf besser zu schützen.
Ein guter Baumschutz darf nicht nur auf dem Papier funktionieren.
Entscheidend ist, dass die vorgesehenen Maßnahmen auch auf der Baustelle praktisch umgesetzt werden.
Deshalb betrachten wir Baumschutz nicht ausschließlich als theoretische Planung.
Wir begleiten bei Bedarf auch die konkrete Umsetzung und stimmen Maßnahmen mit Bauleitung, ausführenden Unternehmen und weiteren Beteiligten ab.
Dabei kann es beispielsweise darum gehen:
So entsteht eine Verbindung zwischen Baumfachwissen und tatsächlichem Baustellenablauf.
Baumschutz bei Baumaßnahmen ist nicht nur bei großen öffentlichen Projekten relevant.
Auch bei privaten Bauvorhaben können wertvolle Bäume unmittelbar betroffen sein.
Zum Beispiel bei:
Bei Kommunen und Institutionen kommen zusätzlich Straßenbau, Tiefbau, Gebäudesanierungen oder größere Infrastrukturmaßnahmen hinzu.
Unabhängig von der Projektgröße bleibt die Fragestellung dieselbe:
Wie können notwendige Bauarbeiten durchgeführt werden, ohne den vorhandenen Baumbestand unnötig zu schädigen?
Sind Baumstandorte bereits geschädigt oder stark verdichtet, kann eine gezielte Bodensanierung sinnvoll sein.
Dabei geht es nicht um eine pauschale Verbesserung des Bodens, sondern um die Frage, welche Standortprobleme tatsächlich vorliegen und wie sich die Bedingungen für den Baum nachhaltig verbessern lassen.
Je nach Situation können Bodenstruktur, Durchlüftung, Wasserhaushalt und Wurzelentwicklung eine Rolle spielen.
Gerade nach Bauarbeiten oder langjähriger Verdichtung kann eine Standortverbesserung ein wichtiger Bestandteil des langfristigen Baumerhalts sein.
Bei sensiblen Bauvorhaben kann es sinnvoll sein, die Arbeiten über einen längeren Zeitraum baumfachlich zu begleiten.
Dabei wird der Baumschutz nicht nur vorab festgelegt, sondern während der einzelnen Bauphasen überprüft und bei Bedarf angepasst.
Das ist besonders dann wichtig, wenn Arbeiten unmittelbar im Wurzelbereich stattfinden oder sich die tatsächliche Situation erst während des Aushubs vollständig zeigt.
Eine baumfachliche Baubegleitung kann dazu beitragen, Entscheidungen unmittelbar vor Ort zu treffen und unnötige Schäden zu vermeiden.
Wenn in unmittelbarer Nähe eines Baumes gegraben oder gebaut werden muss, kann ein Wurzelvorhang eine geeignete Maßnahme sein.
Er dient dazu, einen betroffenen Wurzelbereich fachgerecht zu behandeln und gegenüber dem weiteren Baugeschehen zu schützen.
Die konkrete Ausführung hängt von Baum, Standort, vorhandenen Wurzeln und geplanter Baumaßnahme ab.
Entscheidend ist dabei eine frühzeitige Planung, damit notwendige Maßnahmen möglichst vor größeren Eingriffen in den Wurzelraum umgesetzt werden können.
Kein Bauprojekt ist identisch.
Ein alter Solitärbaum neben einem Neubau benötigt eine andere Strategie als eine Baumreihe entlang einer Straße oder ein Bestand auf einem größeren Baugrundstück.
Deshalb arbeiten wir nicht mit einer einzigen Standardlösung.
Wir betrachten:
den Baum,
seinen Standort,
die geplante Baumaßnahme,
die tatsächlichen Arbeitsabläufe
und die langfristigen Folgen für den Bestand.
Daraus entwickeln wir eine Lösung, die fachlich sinnvoll und auf der Baustelle umsetzbar ist.
Unser Anspruch ist, Konflikte zwischen Bauvorhaben und Baumerhalt möglichst früh zu erkennen.
Denn ein geschützter Baum muss später nicht aufwendig saniert oder aufgrund vermeidbarer Schäden ersetzt werden.
Mit Bodensanierung, baumfachlicher Baubegleitung und Wurzelvorhang stehen dabei unterschiedliche Instrumente zur Verfügung, die je nach Projekt einzeln oder miteinander kombiniert eingesetzt werden können.
So wird Baumschutz zu einem Bestandteil der Planung – und nicht erst zu einer Reaktion auf bereits entstandene Schäden.
Planen. Schützen. Begleiten. Erhalten.
Baumschutz mit Köpfchen – damit vorhandene Bäume auch nach der Baumaßnahme eine Zukunft haben.